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2008

Pünktlich um 16:45 Uhr ließ der kommandierende Hauptmann Reinhard Simon am 31. Mai 2008 das Bataillon antreten, um zu den Klängen der 8. Husaren und der Königin Kürassiere aus Altenbeken zur Schützenmesse in der St. Dionysius Kirche zu marschieren. Dort warteten in der Kirche bereits das Königspaar Maria Stiewe und Dietmar Tofall mit den Hofstaatpaaren, sowie der Oberst mit Oberstleutnant und Major. Es war eine erhabene Messe, in der die musikalischen Einlagen der Buker Husaren, die unter dem bewährten Dirigat von Toni Wiethaup standen, besonders gefielen. Die Festmesse, die von Pastor Werner Spancken auch für die Verstorbenen der St. Dionysius Schützenbruderschaft gelesen wurde, war ein lebendiges Zeugnis unseres Glaubens zur katholischen Kirche. Schön war auch, dass die Jungschützen Fabian Kanne, Dennis Güldner, Michael Keuter und Andre Drewes als Messdiener fungierten. Die Lesung und die Fürbitten trug unser 1. Brudermeister, Udo Waldhoff, vor. Noch im letzten Jahr begann der Ständchenmarsch mit dem Marsch zum Pfarrhaus. Nach der Verabschiedung von Pastor Thomas Wulf vermietete das Generalvikariat das Pfarrhaus und so musste das Ständchen dort entfallen. Stattdessen boten die Musiker den Schützen und den Messbesuchern auf dem Kirchplatz ein kurzes Konzert. Dort reichten Herr Pastor Spancken und Herr Pastor Schäffer (kam dazu) einen Begrüßungsschnaps. Erster Anmarschpunkt der Musiker und Schützen war der Dionysiusweg beim Haus des Obersten. Nach kurzem Ständchen lud Oberst Hans-Dieter Bertelt die gesamte Bevölkerung ein, am Schützenfest teilzunehmen. Sein Wunsch sei, ein harmonisches Schützenfest zu erleben. In Erwartung eines schönen Schützenfestes freuten sich die Festzugteilnehmer auf die ersten kühlen Getränke beim Oberst. Um 18:50 Uhr ließ Hauptmann Reinhard Simon den Festzug zur nahen Residenz des Königs marschieren. Mittlerweile marschierten 46 Buker Husaren, 42 Musiker der Königin Kürassiere und ca. 100 Schützen im Festzug mit. Nachdem der kommandierende Hauptmann dem König Meldung über die Stärke des Festzuges gegeben hatte, dankte König Dietmar Tofall allen Festzugteilnehmern für die Teilnahme. Die Hofherren verteilten dann die Getränke und zu angeregten Gesprächen warteten alle auf den Abmarsch zum Zapfenstreich.

 

Am Dorfplatz warteten bereits viele Gäste, um den Aufmarsch des Bataillons und das Königs- und die Hofstaatpaare zu sehen. Applaus brandete auf, als die Königin Maria Stiewe mit den Hofdamen Sandra Rustemeyer und Marion Pagel in ihren herrlichen Kleidern den Dorfplatz betraten. Nachdem die Musiker und die Schützen Aufstellung genommen hatten, übergab der Hauptmann Reinhard Simon das Kommando an Oberst Hans-Dieter Bertelt. Nach der Begrüßung der Gäste folgte einer der Höhepunkte des Schützenfestes, denn der König Dietmar Tofall erhielt den Königsorden verliehen und der Königin Maria Stiewe wurde die Königinnennadel angeheftet. Nun erhielten die Prinzen Jörg Runte, Dieter Pelizäus und Volker Brucherseifer, der das Kunststück schaffte, in drei Jahren alle drei Prinzenwürden zu erringen, ihre Prinzenorden angeheftet. Besonders die Buker Husaren applaudierten, als der aktive Husar Michael Simon den Orden des Jungschützenkönigs erhielt. Nachdem auch die Jungschützen ihre Prinzenorden erhalten hatten, übergab Oberst Bertelt das Kommando wieder an den kommandierenden Hauptmann, Reinhard Simon. Nach der von den 8. Husaren Buke vorgetragenen Serenade folgte das Kommando: „Bataillon stillgestanden. Großer Zapfenstreich“.

Als langjähriger früherer Musiker der 8. Husaren Buke kann ich feststellen, dass der Zapfenstreich außerordentlich gut gelungen war. Das honorierten die Schützen und Gäste dieser Zeremonie mit kräftigem Applaus.

Geschichte des Zapfenstreichs

Der Zapfenstreich stammt ursprünglich aus der Zeit der Landsknechte und war das Zeichen für den Beginn der Nachtruhe in den Feldlagern, später auch in festen Quartieren. Der Begriff des Zapfenstreiches wurde erstmals 1596 erwähnt. Der sächsische Major Hans von Fleming beschrieb 1726 diesen militärischen Brauch erstmals ausführlich in seinem Buch „Der vollkommene deutsche Soldat“.

Der Große Zapfenstreich in seiner heutigen Form entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. ordnete während der Befreiungskriege 1813 die Ausweitung des Zapfenstreiches um das Präsentieren des Gewehrs, ein stilles Gebet und das Blasen eines Militärliedes an. Er folgte damit dem Beispiel Russlands, Österreichs und Schwedens.

Zu den Klängen der beiden Musikformationen ging es im Festmarsch zum Zelt unseres Festwirtes Johannes Keuter hinter der Gaststätte „Tauben Ranch“. Dort warteten bereits viele Gäste auf den Einzug des Bataillons und bei trockenem Wetter mit Abendwerten um 18°C ließ es sich draußen in harmonischer Atmosphäre prächtig feiern. Im Zelt folgte der mit Spannung erwartete Königstanz. Der Tanzabend im und vor dem Zelt war sehr gut besucht und erst mit dem Aufgang der Sonne machten sich viele Festbesucher auf den Heimweg. Das Kassierteam um Anton Bartsch, Johannes Nolte und Anton Kanne konnten gute Einnahmen verzeichnen. Schon früh am Morgen hatten Helfer des Teams unseres Festwirtes Johannes Keuter das Festgelände gesäubert und den Schützenfestsonntag vorbereitet. Die Schwestern des Festwirtes und dessen Ehefrau Rosemarie dekorierten die Tische der Ehrengäste und die Bäckerei Georg Goeken lieferte bereits den Kuchen für den Nachmittag im Kreise der großen Buker Schützenfamilie.

Bereits um 13:30 Uhr des Schützenfestsonntag empfingen die Hauptleute in den Kompaniebereichen die befreundeten Bruderschaften und die Musiker aus Feldrom, Altenbeken und Buke. Nach der Begrüßung der befreundeten Vereine in den Kompaniebereichen „Richts Deele“ und „Tauben Ranch“ ließen die beiden Hauptleute Hans Josef Lübbemeier und Reinhard Simon zu den Klängen der Musiker aus Feldrom, Altenbeken (BOA und Königin Kürassiere) und Buke antreten, um zum Sammelplatz am Dorfplatz zu marschieren. Dort erwartete der Oberstleutnant Johannes Bölte die Meldung der Kompanien. Ca. 190 Festzugteilnehmer nahmen die Fahnen- und Oberstparade ab, ehe das „Deutschlandlied“ das Signal zum Abmarsch zum König einläutete. Hunderte Menschen säumten die Straßen zur Königsresidenz am „Richtshof“ und dann war der viel umjubelte Moment gekommen. Beim Aufmarsch des Königspaares samt Hofstaat gab es kein Halten mehr und die Königin mit ihrem cremefarbenen, mit Perlen besticktem Kleid strahlte mit der Sonne um die Wette. Die Hofdamen trugen wunderschöne rotfarbene Kleider und die Parade wurde zum „Schaulaufen“ des Königspaares, der Pagen Laura Heimsath und Marvin Block und der Hofstaatpaare. Der Festzug marschierte Richtung Kirchplatz, wo nach einem Choral der Buker Husaren der Präses Werner Spancken am Ehrenmal an die Buker Gefallenen der beiden Weltkriege erinnerte. Viele könnten noch unter uns sein, so seine Worte.

Zur Kranzniederlegung durch den Major Reinhold Wiechers und des Oberstleutnants Johannes Bölte intonierte das Bahnorchester unter der Leitung von Ulrich Winsel das „Lied vom guten Kameraden“. Oberst Bertelt ließ das Bataillon weiter Richtung Dorfplatz marschieren und in Höhe des Feuerwehrhauses hatten die Kameraden des Löschzuges, dem der König Dietmar Tofall angehört, ihre Fahrzeuge aufgefahren, um dem König ihre Aufwartung zu machen. Das war mehr als beeindruckend. Nach dem Marsch durch den „Alten Teich“ formierte sich der Festzug zur Parade auf dem herrlich mit Fahnen geschmückten Dorfplatz. Der Vorbeimarsch der Gastvereine, Musiker und Buker Kompanien folgte der Festumzug durch die Hachmannstraße, um schließlich zum Festplatz zu marschieren. Besonders für die Musiker war es bei ca. 30°C eine schweißtreibende Angelegenheit. Im Festzelt hatte das Team des Festwirtes bereits das Kuchenbuffet aufgebaut und rund ums Zelt mit den ca. 900 Festbesuchern gab es ein fröhliches Schützenfest zu feiern. Nach kurzer Kaffeepause begann Oberst Hans-Dieter Bertelt mit den Ehrungen der Jubelkönigspaare.

Vor 25 Jahren regierten Hildegard Rohde und Bernhard Keuter. Vor 40 Jahren regierten Elisabeth Potthast und Franz Bendfeld. Vor 50 Jahren regierten Else Stelte und Josef Tofall.

Das Jubelkönigspaar von vor 60 Jahren war besonders umjubelt. Hilde Tofall und Franz Höxter waren nach dem Schützenfest der Kinder und Jugendlichen im Jahr 1948 die ersten, die nach dem Krieg das Schützenwesen in Buke dank der Unterstützung von Anton Rüther (Schreinertüne) wieder mit aufbauten. Franz Höxter erhielt daher den nach dem Muster des Königsordens von 1949 kreierten Königsorden nachgereicht, da es damals noch keine Orden gab.

Als Dank erhielten die Jubelköniginnen einen Blumenstrauß und die Jubelkönige eine vom Schriftführer Johannes Nolte gestaltete Ehrenurkunde verliehen. Zu Ehrenunteroffizieren wurden ernannt: Hans Josef Schulze aus Altenbeken und Jürgen Deitelhoff von den Maspernschützen.

Mit zunehmender Zeit stieg die Stimmung immer mehr an und ein geselliger Schützenfesttag neigte sich erst früh am Morgen dem Ende.

Der Schützenfestmontag begann mit dem „Wecken“ der Husaren, die das Königspaar mit Hofstaat und einige Vorstandsmitglieder nach alter Tradition weckten. Ab 8:30 Uhr versammelten sich die Schützen im Festzelt, um nach einer auf der Frühjahrsversammlung angekündigter Sonderzahlung von 5 Euro, dass vom Festwirt Johannes Keuter mit seinem Team aufgebaute reichhaltige Schützenfrühstück zu genießen. Zu erwähnen ist, dass die Damen der Schießsportgruppe fleißig halfen. Die Aufbauleitung hatte erneut Feldwebel Klaus Keuter übernommen.

Folgend der offizielle Pressetext:

Auszeichnung des Diözesankönigs 1958 in Buke

Beim heutigen Schützenfrühstück der St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke wurde der Ehrenoberst der Bruderschaft Josef Tofall, der im Jahre 1958 jüngster Diözesanschützenkönig im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften war, für sein 50-jähriges Jubiläum mit der Ehrennadel des Diözesanverbandes in Gold ausgezeichnet. Diözesanbundesmeister Hans Besche, der zusammen mit dem früheren Bezirksbundesmeister Richard Kirchhoff und dem stellv. Bezirksbundesmeister Heiner Knocke diese Ehrung vornahm, erinnerte nicht nur an dieses Schießen 1958 in Paderborn, bei dem Josef Tofall mit 30 Ringen aufgrund des etwas schlechteren Schussbildes denkbar knapp den Titel des Bundesschützenkönigs verpasste, sondern auch an die weiteren Verdienste des Jubilars aus der Schützendynastie Tofall, der unter anderem von 1981 bis 1992 als Oberst die Bruderschaft prägte. Des Weiteren konnte Diözesanschießmeister Andreas Schäfers den überraschten Oberst der Buker Schützen Hans-Dieter Bertelt für seinen Einsatz um den Schießsport mit dem Ehrenkreuz des Sports in Bronze mit Eichenlaub auszeichnen. Dem stellv. Bezirksbundesmeister Heiner Knocke war es eine besondere Ehre, Anton Kanne, den amtierenden Schießmeister der Buker Schützen und als solcher in ruhiger und besonnener Art unermüdlich bei der Leitung der Schießgruppen und der Ausführung des Schießbetriebes im Einsatz mit dem Hohen Bruderschaftsorden auszuzeichnen.

Aus der Hand von Oberst Hans-Dieter Bertelt und Präses Pfarrer Werner Spancken erhielten der Feldwebel der Ostkompanie Klaus Keuter und der Schriftführer Johannes Nolte für ihren Einsatz für die Buker Schützen, den sie seit Jahren im Vorstand für die Bruderschaft erbringen, das Silberne Verdienstkreuz verliehen. Der Brudermeister Udo Waldhoff konnte in seiner Laudatio langjährige Mitglieder der Schützenbruderschaft für ihre aktive Mitgliedschaft über 25, 50 und sogar 70 Jahre würdigen. Mit dem Treueorden über 70 Jahre wurde der Schütze Alois Leineweber, der leider gesundheitsbedingt nicht anwesend war, ausgezeichnet. Ein halbes Jahrhundert der Bruderschaft zugehörig und entsprechend geehrt wurden Bernhard Keuter, Franz-Josef Mertens, Josef Niewels, Johannes Rüther, Franz Stelte und Hans-Josef Waldhoff. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Anton Bartsch, Georg Fornefeld, Gerwin Lange, Anton Leniger und Günter Rozalskis den Treueorden.

Im Buker Kindergarten ereignete sich am Morgen etwas Besonderes. Schon seit Jahren feiern die Kinder mit den Betreuerinnen ebenfalls Schützenfest. Sie malen ein Bild von einem großen Vogel und hängen es mit Toilettenpapier auf. Jedes Kind darf mit der Wasserpistole einmal „schießen“ und wenn das durchtränkte Papier nachgibt und der Vogel zu Boden fällt, steht der neue König fest. In diesem Jahr spielten die Buker Husaren im Kindergarten zum ersten Mal zu diesem Ereignis auf und ernteten tosenden Applaus der sich freuenden Kinder. Das neue Königspaar des Kindergartens, König Tom Schadomsky mit seiner Königin Lara Heimsath mit dem Hofstaat Joline Markus mit Marvin Block und Julie und Mats Ernesti, sowie die Prinzen Julia Keuter (Apfel), Pascal Fieseler (Krone) und Friedrich Brauer (Zepter) hatten die Ehre, beim Umzug am Nachmittag noch vor dem Buker Königspaar Maria Stiewe und Dietmar Tofall zu marschieren sowie den Ehrentanz bei der Kinderbelustigung zu eröffnen.

Nach dem Erklingen des „Deutschlandliedes“, vorgetragen vom BOA Orchester Altenbeken und den 8. Husaren Buke, endete ein an Höhepunkten gespicktes Schützenfrühstück und die Gäste, u.a. der kurz zuvor erschienene Kreisdirektor Köhler, nahmen dankbar die weitere Bewirtung bei einigen Vorstandsmitgliedern an. Um 16 Uhr trat das Bataillon zum letzten Festmarsch an, um das Königspaar samt Hofstaat vom „Richtshof“ abzuholen.

Bevor sich der Festzug in Bewegung setzte, bat unser Bürgermeister Hans Jürgen Wessels um Aufmerksamkeit. Er hatte nach dem morgendlichen Schützenfrühstück in Buke noch im Büro zu tun, als er die positiv beschiedene Mitteilung der Bezirksregierung Detmold erhielt. Der Antrag zum Anlegen eines eigenen Schützenplatzes hatte in Detmold die entscheidende Hürde genommen.

Dies könnte ein historischer Meilenstein für die St. Dionysius Schützenbruderschaft Buke gewesen sein.

Nun müssen die weiteren Anträge bei den Behörden abgewartet werden.

Der letzte Festmarsch mit anschließender Parade und Marsch durch den „Orthagen“ war erneut eine schweißreibende Angelegenheit, denn das Thermometer kletterte auf über 30°C. Erneut fanden sich viele Bürger am Festplatz ein um der Kinderbelustigung beizuwohnen und gesellig beisammen zu sitzen.

Der Festball am Abend war noch einmal gut besucht und zu der Musik der Toni-Schuster-Band konnte das Tanzbein noch einmal bis weit nach Mitternacht geschwungen werden.

Das diesjährige Buker Schützenfest mit dem Regentenpaar Maria Stiewe und Dietmar Tofall wird einen würdigen Platz in der ruhmreichen Buker Schützenhistorie einnehmen.

Sind die Schützenfesttage vorüber,

ist der Freude Rausch vorbei.

Wenn wir Alltagsmenschen wieder,

bleibt uns die Erinnerung treu.

(Text: Hans Norbert Keuter)

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